Para Cross 2013

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Bericht des Wettbewerbsleiters Percy Hirsch

Bereits in den Tagen vor dem Wettkampf am 01. und 02.06.2013 war Dauerregen angekündigt, die Experten prophezeiten Hochwasser und Hangrutschungen von Tirol bis Wien. Tatsächlich ereilte uns wieder ein Jahrhundert-Hochwasser - nur 11 Jahre nach dem letzten Jahrhundert-Hochwasser. Es scheint, dass 100 Jahre eben in den Superlativ-Sprachschöpfungen schneller vergehen.

Bei dieser Prognoselage war es kein Wunder, dass der eine oder andere zum Hörer griff und beim Veranstalter - dem HFSC Freistadt - sich erkundigte, ob das Event nicht schon abgesagt wurde. Das war aber nie Gegenstand der Diskussionen, da für Samstag, 01. Juni, am Vormittag sogar ein wenig Auflockerung angekündigt war. Und tatsächlich: Fast Blue Sky um 06:30 Uhr, in der Folge schoben sich von Westen her Wolken in das hügelige Mühlviertel. Das hinderte aber nicht daran, dass um 09:00 Uhr der Propeller der 206er Soloy "D-EUFC" sich zu drehen begann und die erste Mannschaft (Union Linz, verstärkt durch eine russische Teilnehmerin) die Höhe der Wolkendecke erkundete und der Teststreifen die Windbedingungen eindrucksvoll demonstrierte.

In der Folge absolvierten 27 Teilnehmer den ersten Durchgang zügig bei Windbedingungen die von 3 m/s bis zu dem einen oder anderen Re-Jump reichte. Besonders erfreulich war, dass eine russische Mannschaft den weiten Weg zum Flugplatz Freistadt angetreten war und Nikolai Trapeznikov den ersten und auch einzigen Nuller erzielte. Seine Mannschaftskollegen folgten ihm mit 1cm bzw. 2cm. In die russische Phalanx konnte vom HSV RedBull Salzburg Fabian Resch mit 1cm eindringen. Alic Gernot vom veranstaltenden HFSC-Freistadt war mit 2cm in diesem ersten Durchgang den Führenden dicht auf den Fersen. Auch die deutsche Bundeswehr vom Stützpunkt Altenstadt war mit zwei Mannschaften anwesend und drückte so der Veranstaltung einen internationalen Stempel auf.

Im 2. Durchgang ließen die führenden Russen nicht nach, die Konkurrenz war aber trotz immer schwieriger werdender Windbedingungen knapp dahinter, immerhin erzielten 8 Springer Werte bis 2cm. Der dritte Durchgang war fast fertig, 3 Re-Jumps und 2 Einzelspringer waren schon adjustiert, aber die stärker werdende tiefergehende Bewölkung und der auffrischende Wind teilweise über 9 m/s ließ die Anzahl der Re-Jumps ansteigen. Die von Franz Singraber mustergültig betriebene Wind- und Zielmeßanlage konnte auch durch gutes Zureden nicht vom Anzeigen der Realität abgehalten werde. Der Veranstalter beschloss das Springen vorerst abzubrechen, hatte doch ohnedies niemand mit fast fertigen drei Durchgängen gerechnet.

Um 15:00 Uhr startete in Bad Leonfelden der erste Orientierungsläufer. Die laut Karte fast 5 km lange Strecke hatte es offenbar in sich, wie so mancher Teilnehmer im Ziel berichtete. Die Naturfreunde Linz als durchführender Organisationspartner "versteckten" so manchen Posten so gut abseits der Annäherungslinie, dass einige Teilnehmer gröbere Verspätungen in Kauf nehmen mussten. Hptm. Gerald Höller bewältige die Strecke in tollen 39:52 Minuten, gerade mal 10 Sekunden vor HFw Thorsten Belde von der Deutschen Bundeswehr und dessen Landmann HFw Daniel Heininger, knapp eine weitere Minuten dahinter. Bemerkenswert war, dass auch der gesamte Orientierungslauf ohne nennenswerten Regenfall über die Bühne ging, erst gegen Ende setzte der Regen ein, der in der Folge Inn und die Donau kräftig ansteigen ließ. An ein Weiterspringen am Abend war daher nicht mehr zu denken. Der gemeinsame Abend beim Kräuterwirt neben dem Flugplatz war ein gelungener und unterhaltsamer Abschluss des ersten Wettkampftages.

Die gesamte Nacht verlief äußerst regenreich, sodass am nächsten Tag, Sonntag, 02. Juni, um 10:00 Uhr der gesamte Tross zur Schützengesellschaft nach Freistadt verlegt wurde und das 50m-KK-Schießen (liegend frei) am Programm stand. Und hier ließ Obst. Gernot Rittenschober vom HFSC-Freistadt nichts anbrennen und sicherte sich mit 167 Ringen den Disziplinensieg, vor StWm Hannes Kloiber mit 162 (HFSV Wr. Neustadt) und Franz Kiesenhofer (ASKÖ FSV Linz) mit 160 Ringen. Es war ein spannender Wettkampf, trotz eines 4ers mit dem letzten Schuss konnte aber Gernot Rittenschober den Sieg nach Hause bringen.

Da der Himmel nachwievor seine Schleusen weit geöffnet hatte, die Graspiste auf dem Flugplatz diese Wassermassen ohnedies mehr ohne Folgen aufnehmen konnte, wurde der 33. Internationale ParaCross in Freistadt für beendet erklärt und die Sieger geehrt. Die durchaus ausgeklügelte Punktewerte für die Einzelkombination in der ÖHSV-Wertung entschied Hptm. Gerald Höller als österreichischer Meister für sich, vor Zgf. Gernot Alic und Obst. Gernot Rittenschober. Österreichischer Master-Meister wurde Charlie Kreutzer (1. TFC) vor Rittenschober und Gfr. Franz Kiesenhofer. Bei der Mannschaft entschied der HFSC Freistadt 1 in der Besetzung Rittenschober, Hiesl und Alic sowohl die offenen Wertung als auch die ÖHSV Wertung für sich. In der Offenen Wertung folgten das Jagdkommando ÖBH vor dem LL/LTS Altenstadt 1, in der ÖHSV Wertung der HSV Wr. Neustadt vor dem HSV Red Bull Salzburg.

Obmann Percy Hirsch vom organisierenden HFSC-Freistadt war mit der Veranstaltung insgesamt und den eigenen Vereinserfolgen im Speziellen sehr zufrieden und kündigte - unter den wohlwollenden Blicken aller Teilnehmer - bei der Siegerehrung bereits die 34. Auflage im Jahr 2014 an. Ziel wird es sein, noch mehr Mannschaften aus dem Ausland an den Start zu bringen. Der Organisationsleiter Arnold Hohenegger wird mit seinem Team auch mit der doppelten Anzahl an Teilnehmern locker fertig werden. Es kann ohnedies nur mehr besseres Wetter geben, es sei denn, ein weiteres Jahrhunderthochwasser sucht Oberösterreich auch im nächsten Jahr heim, was wir aber alle nicht hoffen.




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